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STONE BLUE ELECTRIC "Speaking Volumes"

Künstler/Band und Albumtitel: 

Erscheinungsdatum: 

02-2019

Genre(s): 

Sami Osala dürfte den meisten unter Euch eher aus dem Mainstreambereich bekannt sein, denn dessen Band Sunrise Avenue hat ja einen gewissen Bekanntheitsgrad. Da Stone Blue Electric aber eine neue-, eigenständige Band ist, sollte man sie auch als solche betrachten, bzw. hören. Lediglich Stadt und Land haben Stone Blue Electric mit Sunrise Avenue gemeinsam, was natürlich Sinn macht. Musikalisch möchte sich die 2.016 gegründete Band jedoch abgrenzen und ihr eigenes Ding durchziehen. Verständlich.

Ob man aufgrund der Entstehungsgeschichte der Songs in Sami Osala's Garage hierbei von "Garage Rock" sprechen kann, erfahrt Ihr im Checkverlauf. Das Coverartworl dieses Debütalbums jedenfalls erinnert grafisch gesehen zunächst an Spiritual '70s Rock. Was jedoch mit dem Opener "Generation Snowflake" (Track 1) seinen Anfang nimmt, würde ich eher als modernen Pop/Rock bezeichnen, der dank der Stimme von Sänger Patrik Eriksson den Charme von rauhem Rock innehat. In nicht allzu weiter Ferne spontan vergleichbar mit einigen Bryan Adams Sachen. Tanzbar und trotzdem rockig. Vom Lauf her bleibt auch "Gydiar (Get Your Ducks In A Row)" (Track 2) in ähnlichen Stilläufen, allerdings mit etwas abwechslungsreicheren Arrangements, die erst nach der ersten Strophe mehr Drive versprühen. Vom Grundfeeling her hat man das Gefühl die Mucke zu kennen, sprich sie hat etwas Vertrautes inne, das gut und gern an manchem Radiosender liegen kann?! Soundtechnisch geht die Gesamtproduktion (natürlich) professionelle Wege, die auch die markanteren Parts ins richtige Licht lassen. Etwas White Stripes dürften teils auch ein wenig beeinflusst haben, man höre just "I S'Pose it's A Shame" (Track 3). Auf einem einfachen Grundpart aufgebaut, kann man direkt erahnen wie das Stück entstanden sein könnte. Also doch näher am Garage Rock als man zunächst dachte?! Catchy auf jeden Fall und doch fehlt noch dieser kleine Minischritt zur Sofortzündung.

Bislang kann man eher von leicht verdaulicher Kost sprechen. Zwar gibt es Knicke und Kanten, jedoch wird die Mucke meinerseits der Oberfläche nach eher als nicht unbedingt in die Tiefe gehend empfunden. Das bleibt auch bei "Every Picture Tells A Story" (Track 4) so. Die Bryan Adams Nähe bleibt übrigens die Konstante im Gesamtsound. Erst "The Ants In Your Pants" (Track 5; Anspieltip I) nimmt etwas das Tempo raus, um auf den Pop/Rock Pfaden für etwas anderen Anstrich zu sorgen. Spontan kommt einem (rein musikalisch!) auch etwas Sheryl Crow in den Sinn, quasi amerikanisch angehaucht. ;-) Dank der ersten Gitarrensoli darf der Rockfaktor auch etwas ansteigen, was dem Stück selbst bestens steht. Noch einen Ticken rockiger geht "Screaming At The Disco" (Track 6; Anspieltip II) mit etwas Bon Jovi im Unterholz in Richtung Uptempo. Gerade diese Art der Rockbarkeit steht Stone Blue Electric hervorragend und unterstreicht, dass man nicht nur das Weichspülprogramm im Bauch hat. Im Gegenteil, selbst AC/DC Anleihen kann man von den Saiten her ausmachen. Es geht doch. :)

Den Bryan Adams Vergleich kriegen diese Jungs, bzw. ihr Sänger dennoch nicht so schnell los - "Hey, Sue!" (Track 7). Die '70er Rock Komponente kommt hierbei in modernem Gewand zu tragen. Diese Komponente ist versucht noch etwas tiefer zu atmen und tänzelt lässig könnerisch spielend mit "Hallelujah" (Track 8) heran. Bis zur 2:00 Minutenmarke hin ist das eher etwas lala, wird dann aber interessanter und (zumindest beim Erstdurchlauf) unvorhersehbarer. Erst mit dieser Wendung kommt der Song selbst stärker in Wallung, trotz des eher gemächlichen Tempos. Besonders die drivy-geren Rocker wie "Those Everlasting Lies" (Track 9; Anspieltip III) sind es, die bei mir einer Sofortzündung nahekommen. Kurz (2.49 Minuten), knackig und auf den Punkt. :) 

Zum Schluss gibt es balladeske Töne, die zaghaft, cineastisch und leicht ins Ohr gehen. "Month Of June" (Track 10). Letztlich zwar ein wunderschönes, massentaugliches Stück, das deutliche Beatles-, sowie  Roger Taylor Spuren mitbringt, wenn man genau hinhört. ;-) Ein leichtfüßiges Album, das locker durchläuft. 

6,85/10 Schafe Schüsse

(Mancave/OMN 2.019)

https://www.stoneblueelectric.com/

https://www.facebook.com/stoneblueelectric/

Danny B

Schaf Schüsse: 

6
Eigene Bewertung: 6

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UndTschuess