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SPACE CHASER, Decapitron [EP]

Künstler/Band und Albumtitel: 

Erscheinungsdatum: 

07-2013

Label: 

Genre(s): 

Nachdem ich bereits das 2.012er Demo dieses Berliner Thrash Metal Maniac Haufens abfeierte und klar war, dass Space Chaser mit Können die Lücke, die die leider aufgelösten Tracer hinterlassen haben, clever gefüllt haben, konnte nur noch der nächste logische Schritt folgen - ein Labeldeal für Space Chaser, inklusive eines neuen Tonträgers. Here we go. Mit der brandneuen EP "Decapitron" kommt ein neuer Angriff aus dem All(-gegenwärtigen). Und auch Space Chaser reihen sich in die Reihe des von Tankard einst begründeten "Alcoholic Metal" ein, zumindest wenn man dem Opener "Drunken Zombies Killing Spree" (Track 1) vom Titel her glauben schenkt. Das "boozing maniac" Image mag eine Art Überbleibsel der '80er Jahre sein als Suff und Speckkutte zum guten Ton gehörten wie Sackflöhe zum Unterleibsvokuhila, wobei Ersteres auch heutzutage z.T. noch schwer dazugehört. Und genau so Old School-durchtränkt legen Space Chaser auch los. Der Sound geht schwer nach vorn und die Thrash Walze rollt flüssig ins Ohr. Vor allem Frontoberdude Siegfried Rudzynski steigt hier in Höhen auf, die man selbst heutzutage so nicht mal ansatzweise schaffen würde. Doch Space Chaser wären nur ein lahmes Chaser ohne die Deckkraft der Instrumentalfraktion, die ordentlich Gas gibt und vor allem die tighte Spielweise für Thumbs Up im Rücken sorgt. Besonders von der Gitarrenfraktion (Schacht/ Hochsattel) her lebt diese fette Untertasse aus dem Irgendwo des Undergrounds - "Decapitron" (Track 2). Reißer wie "Watch The Skies" (Track 3; Anspieltip I) dürften mit ziemlicher großer Garantie im Beipackzettel die Latten strammstehen lassen. Bei soviel knackigen Zutaten und potentialstarken Gourmetköchen kann auch nur eine fette, kotzende Fliege die Stahlsuppe noch versauen. Space Chaser haben ihre Hausaufgaben gemacht und taten clever daran nur 4 Tracks (wenngleich man echt ordentlich Bock auf mehr bekommt!) beim Zweit-Attack an den Start zu bringen. Und dass man ihnen kaum etwas an Gegenwehr entgegenzusetzen hat, dürfte der EP-Schliesser "T.T.D." (Track 4; Anspieltip II) im wahrsten Sinne des Wortes spielend untermauern. Wer auf `ne satte Kelle Old School Thrash-/ Speed Metal steht, worin von allen bekannten Ikonen des Thrash Metal Zutaten verinnerlicht wurden und sie mit den Berliner "Verfolgern" im Neuwaschgang zeitgemäß durchgemischt wurden, der/ die kann hier blind zuschlagen, denn hier glühen selbst die imaginären Saiten der Luftgitarre so stark auf Lavatemperatur, dass man nach einer Runde Space Chaser mindestens Verbrennungen drittes Grades hat. (Ob Freddy Krueger wohl ein Space Chaser Fan geworden wäre?)

9,7/ 10 Schafe Schüsse

(Thischarmingman/ Cargo Records)

https://www.facebook.com/SpaceChaserBand

Danny B

Schaf Schüsse: 

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Eigene Bewertung: Keine

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UndTschuess