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HIEROPHANT, Peste

Künstler/Band und Albumtitel: 

Erscheinungsdatum: 

11-2014

Label: 

Genre(s): 

"Hierophant (griechisch), der „Enthüller der heiligen Geheimnisse“, der an der Spitze der Priester im Tempel der Demeter in Eleusis stand. Seine Würde war in dem Geschlecht des Eumolpos, des sagenhaften Stifters der Eleusinischen Mysterien, erblich. Wie der Pontifex maximus in Rom, war der Hierophant erster Priester in Attika..." dieses Zitat fand ich z. B. bei Wikipedia, was nicht unerheblich für den Bandnamen dieser Italiener sein dürfte, die via Beipackzettel in die Nähe von Bands wie Tragedy, Entombed, Nails und Napalm Death gestellt werden. Als Stilbezeichnung geben die fünf Italiener selbst DeathPunk an. Es dürfte also alles andere als langweilig werden?!

Dem Bandnamen nach habe ich von den Italienern irgendwann einmal im Zuge des Fatal Underground Fanzines etwas vernommen, erinnere mich allerdings nicht daran wann das war?! Gegründet haben sich Hierophant jedenfalls in 2.010 und brachten 2.013 ihre Debüt-LP "Great Mother: Holy Monster" raus, was ein wenig Black Metal Assoziationen bei mir weckt(e), ähnlich wie der Titel des nun vorliegenden Albums "Peste", das vom Artwork her schönen Old School basierenden Charme hat (bleistiftgezeichnetes Coverartwork, visuelle Konzeptzeichnung innen). Was dann mit "Inganno" (Track 1) losbricht, ist tatsächlich ein Bollwerk, das einer fiesen Mischbrut aus Terrorizer und Napalm Death gleichkommt und den Wahnsinn in chaosreiner Form in audible Form fließen lässt. 1:39 Minute Vollkellen-Erstbedienung. Mit "Masochismo" (Track 2) und "Nostalgia" (Track 3) setzen sie den räugig-ranzige Guß fort und lassen mich vom Sound her auch an die Spanier von Haemorrhage denken. Die Stilbezeichnung DeathPunk jedenfalls geht in Ordnung, wenngleich hier doch schon deutliche Crust- und Metal-Anteile auszumachen sind. 

Mit "Sadismo" (Track 4; Anspieltip I) kommt ein etwas Napalm Death näherer Sofortzünder, der sofort Bock auf Moshpit macht und auch mehr Tempovariationen mitbringt, die effektiv zünden. Da wundert die chaotische Abklopforgie "Apatia" (Track 5) kein Stück weit und weiß den Wahnsinn ins heimische Rund zu spucken. Echt sick die Mucke! (<= Und das meine ich als Kompliment!) Angehörs von Rundabrissen wie "Paranoia" (Track 6), "Sottomissione" (Track 7) und "Alienazione" (Track 8) dürften Hierophant bei diversen Underground Death/ Grind Festivals 2.015 zum festgebuchten, guten Ton gehören?! 

Dank recht kurzgehaltener Songs macht das Album nur am Stück Sinn und lässt den roten Faden wie eine Spur der Verwüstung einer Abrissbirne frei durchziehen -"Eggoismo" (Track 9)-. Mit "Inferno" (Track 10; Anspieltip II) setzen Hierophant nach etwas über 20 Minuten Gesamtalbumlauf im Midtempo-Death Metal-Lauf den Schlusspunkt, der stellenweise rein musikalisch (bis auf Frontkeifer Carlo) wie eine Doom-Version von Sepultura zu "Chaos A.D." Zeiten klingt.

Ein Album mit Abrissgarantie. Danach steht keine Hirnzelle mehr auf der anderen. ;-)

 

8,0/ 10 Schafe Schüsse

(Bridge 9/ Soulfood 2.014)

https://www.facebook.com/HIEROPHANTKVLT

Danny B

Schaf Schüsse: 

8
Eigene Bewertung: 8

Review No.: 

Tags: 

UndTschuess