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Zwischenschuß [11-16]

Zwischenshot [11-16]

 

"Wege der Gelassenheit"

Es ist Herbst 2.016. Ich sitze im noch neuen zu Hause, höre tief in mich rein und stelle fest, dass ich dahin zurückkehre, wo ich herkam - in die Gelassenheit. Die Gelassenheit die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann. Ertragen, sich erden, sich selbst auch mal (ggf. harsch) dafür kritisieren, wenn man mal drüber war. Oft sind es diese Emotionen, dieses verdammt Menschliche in einem... wie weit bringt einen das? Zumindest bis hierher, wo man sich selbst ehrlich reflektiert. 

"Ich habe viel verloren, doch nie meine Träume, manche wurden wahr, die meisten aber blieben Schäume..." (*aus "Leere Worte", Böhse Onkelz) - so in etwa würde ich es umschreiben, wenn es nicht Stephan Weidner (Böhse Onkelz; Der W) schon vor gefühlten Äonen getan hätte. Keine Sorge, ich schreibe selbst gerade wieder genug an gutem Stoff, der irgendwann einmal mit meinem Namen in einem langen Atemzug abebbt wie schäumende, tosende Flutwellen, die das Sein umspülen. 

Derzeit kommen all' diese philosophischen Fragen in mir auf wie fallende Laubblätter, die der jährlich wiederkehrenden Ausschüttung unterliegen. Unterliegen Dinge einer zeitgereiften Ansicht? Spielt Zeit wirklich eine Rolle? Oder brauchen wir all' diese Lebensschubladen wirklich, denen so viele unsere anerzogenen Denkmuster unterliegen? Die Beantwortung könnte Abende, wenn nicht sogar Wochen füllen. Vielleicht auch Jahre. Am Ende aber entscheide ich mich erneut, wie im ewig wiederkehrenden Gezeitenrhythmus für den Instinkt, die Stimme im Herzen, die mir bislang immer den Weg gewiesen hat. Egal wie oft ich auch fiel, starb, auf Scherben rannte, ich kam weiter voran - die Frage des Wie, Wohin und Warum mal ganz außen vor dabei. Fakt ist ALLES kann JEDERZEIT schnell vorbei sein. Immer.

Heutzutage verlieren sich die Menschen so gern darin Oberflächen anzukratzen, so wie wir früher als Kinder mit Stöcken auf's Eis klopften, um anzutesten, ob es dick genug wäre, um darauf zu gehen. Im Gegensatz zu früher, wissen wir beim Gegenüber nie was unter der Oberfläche alles verborgen ist. Bestenfalls erhaschen wir ein matt schimmerndes Bild. Selten ist einem/einer tatsächlich bewusst, dass jeder eine Vergangenheit in/mit sich trägt, man Dinge sagt, die man vielleicht gar nicht so meint - selten aber möchte das Gegenüber wirklich etwas mehr davon wissen, weil dies auch zusätzliches Gedankenfutter bedeutet und das kann zu einer Mehrlast werden. Man muss bereit sein sich einzulassen, etwas zu riskieren, was heutzutage schon echtes Glück bedeutet, wenn man jemanden begegnet, der echtes Interesse an einem hat und auch um einen kämpft, selbst dann noch, wenn man selbst mal das Gleichgewicht- oder gar sich selbst zu verlieren droht.

In diesen Zeiten regelrecht ein Wunder, wenn man überhaupt noch fähig ist sich FÜR einen Menschen zu entscheiden. Ich für meinen Teil bereue kein einziges FÜR meines Lebens. 

Gegen etwas zu sein kann zwar auch etwas "FÜR" sich haben, bedarf aber meist guter Gründe. Worauf ich hinaus möchte, ist die Frage nach der Eigenständigkeit, dem selbstständigen Denken - nicht aus dem Status Anderer kopiert oder nachgeplappert, sondern aus echten Beweggründen aus dem Herzen heraus. Heutzutage baut die Angst, die im Hirn sitzt, so oft in Windeseile eine Mauer vor's Herz, dass sich viele da draußen selbst im Wege stehen, weil sie sich oft echte Chancen auf Glück versagen bzw. im wahrsten Sinne verbauen. Klar, macht es Sinn nicht jeden Menschen in/an sein Innerstes zu lassen, aber die Stimme des Herzens ist immer da, wir selbst können sie immer und zu jeder Zeit hören, sofern wir nicht taub geworden sind. ;-)

Am Ende sind wir selbst Kapitän unserer Reise im Leben, die auch aus Erfahrungen und Fehlern besteht. Alles eine Frage der Sichtweise. Solange wir ehrlich zu uns selbst sind, kann das Leben zumindest auf dieser Ebene wirklich einfach sein. Zufriedenheit ist etwas solides und atmet da, wo man seine Erwartungshaltung zurückschraubt, vielleicht kommt man dann auch (wieder) in der Gelassenheit an? Alles von vorn. Resetten. Neu. Ich für meinen Teil nehme die guten Dinge mit. 

In diesem Sinne, 

kommt gut im November an.

Euer Danny B.

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