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INSPIERTY "Inspierty" [EP]

Künstler/Band und Albumtitel: 

Erscheinungsdatum: 

10-2016

Label: 

Genre(s): 

Es gibt Dinge im Leben, die kann man niemanden erklären, denn die muss man selbst erleben. Manchmal sind das Kometenmomente, die wie Meteoriten vorbeirasen,  einschlagen, nachhhallen und am Ende bleibt ein Lebenskapitel übrig. In meinem Fall gibt es dabei einige Brücken, die zu der Rostocker Band Inspierty führ(t)en. Nicht ausschliesslich örtlich, sondern auch musikalisch, denn dank dieses Lebenskapitels kam ich mit dieser Band bereits vor dieser Debüt-EP in Berührung, jenes Stück, das sich auch auf dieser EP befindet. 

Doch bevor ich zu den Songs komme, vorab noch ein paar Eckdaten zu Inspierty. 2.013 gründeten die vier Hansestädter Inspierty, das einst als Zwei-Mann-Projekt seine ersten Grundzüge riß. Mittlerweile vom Line Up her komplett, umschreiben sich diese Jungs mit folgenden Worten: "Inspierty als Paraphrase: 4 Leute, rockige und melodiöse Gitarren, pulsierender Bass, durchdringendes Schlagzeug, atmosphärische Synthesizer. Übrig bleibt Post Rock. ". Post Rock also, sehr komprimiert ausgedrückt, deshalb mal direkt zur Mucke selbst.

Mit "Prism" (Track 1) öffnen Inspierty die Tore zu ihren Inspirationsquellen, die sich (so viel vorweg) rein instrumental gestalten. Treibend, mitreißend und verträumt, aber auch rockig setzt die Mucke zu Flügen an, die einen inwendigen Film hervorzaubern, der in die Allweiten entführt und die Flächenbegrenzung eines Prismas weit übersteigt. Vorbei an unterschiedlichen Planeten, mitten durch Sternenschwärme hindurch. Zeitlos. Artverwandte Bands wie Mono oder Wang Wen fallen mir spontan ein. Inspierty pflegen jedoch einen eigenständigen Stil, der mir ein wenig "europäisch" beeinflusst vorkommt, was ich aber wertungsfrei meine. "Hopeful" (Track 2; Anspieltip I) ist ein kleines, temporäres Flashbackrendevouz mit dem eingangs erwähnten Lebenskapitel. Erstaunlicherweise fügt sich dieser Song passgenau in die Erinnerungsbilder ein. Von der Ruhe der ankommenden Ostseewellen genährt bis hin zu den Möwen, die sich vom Wind tragen lassen. Der musikalische Stoff für Bilderwanderungen oder auch für Momente des In-sich-gehens. Besonders die einsetzenden Keyboardteppiche, die einem Flügel beim Hören verleihen, geben dem Song den Sahneguß auf die Noten. 

"Journey To The Planets" (Track 3) bringt den Hörer zwar leider schon dem 5:41 Minuten entfernten EP Ende nah, bringt ihn/sie aber auch zurück auf die Reise durch die Allweiten zu Staub zerbröselter Gedanken. Bewusste Erdung. Gesang fehlt auf dieser EP zu keiner Zeit, was Seltenheitswert hat. Dennoch hört man zwischendurch auch Samplefragemente in weiter Ferne. Um diese zu verstehen, muss man sehr genau hinhören, was vermutlich bewusst so gewollt ist? Rein klangtechnisch hört sich diese EP nämlich echt stark und ausbalanciert/ausgewogen an. 

Ich für meinen Teil bin vollends angetan von den 3 Songs. Es hätten gern wenigstens 5 sein dürfen, aber das ist auch schon der einzige Kleinkritikpunkt. 

Für Herbstabende am Kaminfeuer/Lagerfeuer genauso gut geeignet wie beim Lesen, chilligen Herbst-/Winterabend oder auch auf Reisen jeglicher Art. Saustarker Epic Rock! 

 

Schafe Schüsse Hammermarke!

10/10 Schafe Schüsse

 

(Inspierty 2.016)

http://inspierty.de/

https://www.facebook.com/Inspierty/?fref=ts

Danny B

Schaf Schüsse: 

10
Eigene Bewertung: 10

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