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KLONQUE "Burn Particularly" [EP]

Künstler/Band und Albumtitel: 

Erscheinungsdatum: 

08-2016

Label: 

Genre(s): 

2.015 gegründet errichteten Klonque die Kreativschmiede zwischen Berlin und Frankfurt/a.M.. Zentrum des Projektes sind Thomas Neitsch (Holy Moses; Veritas Maxums) und Peter Geltat (Holy Moses; ex- Courageous), die bereits seit ihrer Jugend zusammen an Mucken feilten. Seither fiel so einiges an Metal-Spänen zu Boden und drohte zum Zeitstaub zum Opfer zu fallen, doch vor Kurzem erreichte mich diese digitale EP, auf die ich schon voller Spannung wartete, zumal ich im Zuge des Entstehungsprozesses immer mal wieder verbale Bestandsfetzen von Thomas Neitsch darüber hörte. Mit ins Boot holte man übrigens auch Holy Moses Ausnahmedrummer Gerd Lücking (auch bei Veritas Maximus) und Ishay Sommer (The Outside) - klingt also auch nach einer reellen Chance Klonque mal on Stage zu erleben?!

Schon allein der Bandinfolaut "Thomas und Peter sind fähig musikalische Ideen in gesangliche Parts zu übersetzen/zu transportieren." macht(e) mich dann doch mega neugierig. Die grosse-, sich aufdrängende Frage war im Vorfeld war, ob sich die Stile der Bands, in denen die Klonque Members sonst noch zocken, im Sound als wie auch immer gelagerter Einfluss niederschlagen würde(n)?

Mit "Parasites" (Track 1) thrash-holzen Konque mit Zug zum groovy Death Metal (mit minimalen Prog-Deathcore Einflüssen) los und erinnern stellenweise an ein Gemisch aus Jazz-y Parts, Industrial/Tech Metal und einem krassem Stilmix aus freaky-schrägen Mucken, die teils auch ausserhalb des Metal-Kosmos liegen. Besonders die Gitarrensoli sind amtliche Anständigkeiten, die zum Metal gehören das Erz zum Eisen.

"You Think You Know" (Track 2; Anspieltip I) bringt ein Slayer-Nevermore Gemisch unter die Mastadon Nüsse und knackt mit breakigen Riffs so manchen Nacken auf Temperatur. Das Prog-Level steigt hier unter druckvoll-rundem Drumsound an und drückt ordentlich die Ziegel aus der Wand. Für Freunde von The Intersphere, die selbige gern härter hätten, ist hiermit der peferkte Alternativtrack gegeben.

Fakt ist, dass Klonque frisch zu Werke tönen und die teils etwas ideenlose-, sich derzeit zu oft selbst reproduzierende Death Metal Welt, die sich heutzutage oft just noch von alten Kultklassikern nährt, ordentlich mit ihrem Sound aufmischen. Gerade "The Hunt" (Track 3) bietet auf 5:01 Minuten ein echtes Brett aus Nägeln an, das man nicht mal eben nebenbei abgehandelt bekommt, zumal hier einiges an Details mit reingepackt wurde. Da darf es auch mal ein wenig doomigeren Einfluss mitbringen und räudig-ranzig klingen, wie es das bei dem sich reinsägenden "The Last Stand" (Track 4; Anspieltip II) partweise der Fall ist. Die melodischen Flows bilden dazu einen gut abgeschmeckten Kontrast, der eine effektive Wirkung hat. 

Klonque sind gerade deshalb so interessant, weil man sie nicht mal eben durchwinken/abhandeln kann. Selbst jetzt nach mehrfachem Durchlauf dieser EP ist noch lange nicht alles erfasst und gesagt.

 

8,0/10 Schafe Schüsse

(Klonque 2.016)

http://www.klonque.rocks/

https://www.facebook.com/klonque/

Danny B

Schaf Schüsse: 

8
Eigene Bewertung: 8

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